Die große Beschleunigung

Pfingsten ist vorbei. War es das letzte Pfingfstfest? Oder wird doch Weihnachten zusammengestrichen? Auf jeden Fall müssen wir schneller werden, effizienter arbeiten und noch mehr produzieren – oder?

Schließlich sind wir in einer Wirtschaftsflaute und da müssen nicht nur die Ärmel hochgekrempelt, sondern auch Feiertage gespart werden. Oder vermissen Sie etwa den Buß- und Bettag?

Ich schon! Denn der Ansatz war, ist und bleibt der völlig falsche, weitere Feiertage zu streichen, um das Bruttoinlandsprodukt zu erhöhen.

Warum – erfahrt ihr in meinem neuen Kommentar für Lausitzwelle TV.

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Den kompletten Text zum Nachlesen findet ihr hier auf der Seite von Lausitzwelle.

 

 

 

Die schlagenden Herzen der Dörfer

Winterzeit – Einsamzeit? Nicht so auf dem Dorf. Da kennt jeder jeden – von wegen. Auch die Dörfer in der Lausitz werden anonymer, seit immer mehr Dorfstrukturen wegbröseln. Sie lösen sich auf.

Die alten Dorfstrukturen sind etwa die Dorfläden und Gaststuben, die seit Jahrzehnten teils seit Jahrhunderten in Betrieb sind und waren. Immer mehr geben auf und haben schon aufgegeben. Das macht unsere Dörfer einsamer.

Landschaft bei Kamenz, sächsische Lausitz

Dabei gibt es doch so viel Geld, das jetzt für die Infrastruktur in Deutschland vorhanden ist. Dann wäre es doch richtig, ein Teil dieses Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität in die Erhaltung und Wiederaufnahme von alten Dorfstrukturen auszugeben.

Dann würden wir auch weniger in die nahen Städte fahren, um der Winterlangeweile zu entfliehen oder Einkäufe zu erledigen. Damit sparen wir klimaschädliche Verkehrs-Emissionen. Denn zum Dorfladen und in den Gasthof in der Dorfmitte gehe ich zu Fuß. Das kommt dann auch dem Klima zugute.

Sehen aus wie Höckerschwäne, sind es aber nicht. Wissen Sie es? Dann schreiben Sie einen Kommentar! Tipp: Sie sind deutlich lauter als die einheimischen Schwäne.

Ein Aufruf an die Verantwortlichen, dass das Geld aus dem großen Topf des Bundes auch in die Infrasturktur der Dörfer fließen muss. Da reichen schon kleinere Geldbeträge, um große Wirkung zu erzielen. Stattdessen werden riesige Summen für die Lieblings – und Giga-Projekte des Verkehrsministeriums wie neue Autobahnen bereitgestellt.

Mein Kommentar dazu

https://lausitzwelle.de/kommentiert-die-schlagenden-herzen-der-doerfer/

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Beispiele und Förderprojekte für die Wiederbelebung der Dorfstrukturen finden Sie hier.

Wundervoller November

Lieblingsmonat November? Wahrscheinlich nicht. Dann machen wir uns den November eben besonders schön. Egal ob golden oder wolkenverhangen – es kann unser Monat werden!

Leider fiel der Buß und Bet-Tag als Feiertag dem Effizienzwahn dieser Zeit zum Opfer. Dabei ist der November perfekt, um sich ein bißchen zurückzuziehen, zur Ruhe zu kommen und sich über manches Klarheit zu verschaffen. Die herbstliche Möglichkeit, über sich selbst, seine Liebsten, sein Leben und was man möchte und nicht mehr möchte, nachzudenken.

„Herbst“ von Joseph von Eichendorff.

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Mein Kommentar in der Lausitzwelle TV vom Donnerstag, den 30.10.2025 ist ein Vorschlag, den November willkommen zu heißen und ihn zu nutzen… für sich und zu sich selbst.

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Völker der Welt – ein Kommentar

„Völker der Welt – schaut auf diese Stadt und seht, dass ihr sie nicht aufgeben dürft…!“ Das waren die Worte des damaligen Oberbürgermeisters von West-Berlin, Ernst Reuter, im September 1948 während der Blockade der eingeschlossenen Stadt durch die russische Besatzungsmacht. Es war ein Hilferuf an die freie Welt, Berlin nicht preiszugeben.

Ich befürchte wir geben heute unsere Werte preis: durch unterlassene Hilfe für die eingeschlossenen Menschen im Gazastreifen.

Krankenhäuser werden bombardiert, Schulgebäude brennen, Leichen am Boden… die Bilder ähneln sich in Ausschnitten, die uns täglich erreichen. Einmal Ukraine, einmal Gaza.

Im Fall der Ukraine sind die toten Zivilisten andere tote Zivilisten als im Gazastreifen, so scheint es. Einmal wird der Verantwortliche dafür als Diktator bezeichnet, einmal wird der Verantwortliche möglicherweise ein zukünftiger Gast der Bundesregierung sein. Ausschließen will das Kanzler Merz jedenfalls nicht.

Es ist richtig, dass die politischen Ursachen für das menschliche Leid in der Ukraine und im Gazastreifen vollkommen andere sind. Aber das Leid an der Zivilbevölkerung muss politisch gleich behandelt werden.

Mein Kommentar dazu

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Mein Brief an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Bundestag vom 17.6.2025 blieb bislang unbeantwortet. Auch Sie können an den Ausschuss schreiben! E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de

Lesung – Klimaschutz ist Menschenschutz

Am Freitag nach Karfreitag lese ich aus meinem aktuellen Buch und freue mich auf das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern in Senftenberg in der Seenland Buchhandlung, Markt 11. Beginn 19 Uhr, Eintritt 10,-€.

Die Ursachen, Folgen und mögliche Maßnahmen zur Abschwächung und Anpassung an den Klimawandel sind seit vielen Jahren erforscht und gut dokumentiert. Dennoch herrscht bei vielen Menschen nach meiner Beobachtung noch immer eine große Unsicherheit und teilweise auch Unwissenheit zu dem Thema. Ist es wirklich so schlimm, wie es manchmal heißt? Sind wir nicht unwichtig als kleines Deutschland, wenn doch China viel mehr CO2-Emissionen verursacht? Warum müssen wir immer Vorbild sein? Am Ende fallen uns bestimmt noch gute Ideen ein, um das technologisch abzuwenden – so wie immer, oder? Diese Fragen verdienen Aufmerksamkeit und sachlich geführte Gespräche.

Seenland Buchhandlung in Senftenberg auf dem Marktplatz

Gedankenanstöße liefern auch die Interviews aus meinen Buch etwa mit der Ökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung oder der Meteorologin Prof. Dr. Daniela Jacob vom Climate Service Center Germany.

Zitat Jacob: „Das war wirklich der Punkt, wo ich gedacht habe, jetzt kann keiner mehr sagen, er hat es nicht gewußt.“

Anmeldung in der Buchhandlung erbeten von Di – Sa ab 10 Uhr, auch telefonisch unter: 03573 – 73207. Bis in Kürze!

Flyer zur Veranstaltung.

 

Europa steht nicht zur Wahl

Europa, das heißt im dem Fall die Europäische Union, stellt sich zwar wieder zu Wahl. Aber eine breite Unterstützung für eine starke EU sollte selbstverständlich sein. Ist es so?

Am Sonntag wird das Europaparlament gewählt, aus deren Vertreterinnen und Vertretern sich die neue EU-Kommission zusammensetzen wird. Aber nicht alle sind Europa begeistert, viele sind Europa kritisch.

„Verteidigt Europa! Europa ist in Gefahr!“ rief der französische Staatspräsident Emmanuel Macron letzte Woche in Dresden den Bürgerinnen und Bürgern vor der Frauenkirche zu.

Wenn etwas gut ist, merken wir es oft nicht. Erst wenn ein guter Zustand vorbei ist, vermissen wir ihn, und merken erst im Rückblick, was für ein Glück wir hatten. In Bezug auf Europa sind wir wirklich unser Glückes Schmied.

Mein Kommentar dazu

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Bahn verkehrt

Ferienzeit – Reisezeit – Bahnzeit – Fehlanzeige. Die Bahn steckt in der Krise und die ist hausgemacht oder autogemacht?

Klar – Deutschland ist ein Autoland. Die größten Autobauer der Welt sind hier zuhause. Doch die öffentliche Gelder immer zuerst für neue und bessere Straßen auszugeben, ist ein Denken von gestern. Die Zukunft gehört nicht nur dem Auto, sondern einem Mobilitäts-Mix aus verschiedenen Angeboten.

Investitionen in die Bahninfrastruktur sind oberste Priorität. Denn sonst stecken wir in der Vergangenheit fest.

Mein Kommentar dazu

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Morgendämmerung – ein Kommentar für Lausitzwelle TV und Wochenkurier

Wenn einmal der Bundeskanzler in die Lausitz kommt und mit den Bügerinnen und Bürgern das Gespräch sucht, dann möchte man sich schon vorbereiten. Die zufällig ausgelosten Gäste hatten ihre Frage an den Kanzler häufig auf einen Zettel geschrieben und lasen ab. Das wirkte sympathisch. Wie auch der Regierungschef selbst sympathisch und zugewandt wirkte und keiner Frage auswich.

Die Lausitz hat gute Chancen auf Wirtschaftswachstum, erklärte Olaf Scholz – mehr noch als andere Regionen. Es schien als hätte sich seine optimistische Sicht im Saal verbreitet und duldete keinen Widerspruch. Denn vom Publikum gab es kein Wort zu dem sonst heiß und immer wieder heftig diskutierten Thema eines möglichen früheren Kohleausstiegs.

Mein Kommentar dazu

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Kleiner blauer Ball – ein Kommentar für Lausitzwelle TV und Wochenkurier

Um die größte Krise der Menschheit zu bewältigen, treffen sich unter anderem Politiker auf verschiedenen Konferenzen, um gemeinsame Wege auszuloten. Die jährichen Klimakonferenzen fallen da heraus, weil hier nicht nur Politiker sondern auch Wissenschaftler*innen und Verterter*innen aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammenkommen, wie Wirtschaft, Naturschutzverbänden, Klimaaktivist*innen und auch Menschen, die in ländlichen Räumen in Entwicklungs- oder Schwellenländern leben. Heute nennt man diese Länder auch der globale Süden. Das heißt, indigene Volksgruppen sind vertreten und erheben ihre Stimme für den Schutz ihrer natürlichen Heimat.

Die diesjährige Klimakonferenz, abgekürzt COP27, fand zwei Wochen im ägyptischen Sharm el Sheik statt. Die Ergebnisse waren sehr mau. Es gab einige Erfolge wie der Beschluss zum Einrichten eines Fonds für klimabedingte Schäden und Verluste (Loss and Damage) im globalen Süden. Aber große Schritte hin zu einer schnelleren Transformation, also Umwandlung unserer Wirtschafts- und Lebensweise zu einer, die mit immer weniger fossilen Energieträgern wie Öl, Erdgas und Kohle auskommt, sind ausgeblieben. Deswegen wäre es gut, wenn die Herangehensweise der Verhandler*innen auf den künftigen Klimakonferenzen und auch sonstigen Gipfeln in der Weltpolitik eine neue wäre. Eine, die dem Problem gerecht wird. Dazu hilft ein Blick in den Weltall oder noch besser ein Blick von dort auf unsere kleine blaue Erde.

Mein Kommentar:

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Kleiner blauer Ball - ein Kommentar für Lausitzwelle TV und Wochenkurier

Kind mit dem Bade – ein Kommentar für Lausitzwelle TV und Wochenkurier

Energiekrise ist die akute Krise – die Klimakrise ist die bereits bestehende Energiekrise, also die chronische Energiekrise. Warum? Weil durch unsere Art der Energiegewinnung erst so viele Treibhausgase vor allem Kohlenstoffdioxid, CO2, in die Luft entlassen, also ausgestoßen werden, dass sich die Lufttemperatur erhöht. Das ist eine Krise, weil durch steigende Temperaturen, die Lebensbedingungen auf der ERde sich in der Summe zum Schlechteren entwickeln. Anders gesagt: Das Überleben für die Menschheit insgesamt wird unter einer wärmeren Atmosphäre schwieriger. Daher ist es richtig, die jetzige Energiekrise zu bekämpfen. Aber die Mittel müssen so gewählt werden, dass die langanhaltende Energiekrise, der Klimawandel, nicht weiter befeuert oder angeheizt wird. Deswegen: Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten – sondern die Mittel zum Zweck klug und verantwortungsbewusst wählen.

Mein Kommentar:

Hinweis: Ein Klick auf dieses Bild öffnet das Video. Es werden dabei Daten zu Google übertragen.

Kind mit dem Bade - ein Kommentar für Lausitzwelle TV und Wochenkurier